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::: 25. März 2009

 Mac-Schiefertafel: das Modbook im Test   Karl Bihlmeier testet das Modbook

Wünsche können das Leben schon bereichern, wenn sie sich noch gar nicht erfüllt haben. So z.B. der Wunsch nach einem schicken Tablet-Notebook aus dem Hause Apple, wie die in dieser Richtung wuchernde Gerüchteküche regelmäßig beweist. Ob das Modbook aus dem Hause Axiotron, in Deutschland vertrieben von mStore, diesen Traum erfüllen kann?

Zunächst einmal handelt es sich dabei um ein handelsübliches MacBook mit 2GHz Intel Core 2 Duo, 2GB RAM, einem Superdrive 8x, einer 120GB Festplatte und einem NVidia GeForce 9400 M Grafikprozessor - nicht zu vergessen die eingebaute Webcam. Die Gehäuseoberseite besteht aus einem berührungsempfindlichen 13“-Wacom-Display mit einer Auflösung von gestochen scharfen 1280 x 800 Pixeln in bis zu 16.7 Mio. Farben: ein Digitizer wie bei einem Grafiktablett und eben kein Touchscreen. Was einen speziellen Stift zur Bedienung erfordert, der eine Maus allerdings hervorragend ersetzt und ähnlich wie beim Nintendo DS light (für die Jüngeren unter uns) im Rahmen des Gerätes geparkt wird. Eine leichte Magnethalterung sorgt dort dafür, dass sich der Stift nicht selbständig macht.
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Neben Macs Leopard (10.5.6) und iLife`09 liegt dem Modbook exklusiv Sketchbook Express bei, eine abgespeckte Variante der Mal- und Zeichensoftware Autodesk Sketchbook Pro.

Der erste Eindruck
: Das Modbook macht alles in allem einen sehr hochwertigen Eindruck. Bewegliche Teile sind - bis auf den herausnehmbaren Zeichenstift - Fehlanzeige. Man arbeitet also wie bei sogenannten Slates (Schiefertafel) üblich, ausschließlich auf dem fest montierten Display. Die Darstellung ist detailscharf und klar. Der Mauszeiger liegt seltsamerweise einige Millimeter unter dem Stift, was eine Anwahl in der Menüleiste nahezu unmöglich macht. Ich rufe das Wacom-Kontrollfeld in den Systemeinstellungen auf und justiere Stift und Display neu. Zweimal möglichst genau ein Fadenkreuz in den Displayecken antippen und die Führung läuft tadellos, auch bei deutlich geneigtem Stift. Das Arbeiten auf der leicht mattierten Oberfläche steht dem mit einem Intuos3-Grafiktablett in nichts nach! Dass auf der Glasplatte die Kunststoffspitzen etwas schneller abnutzen, ist nicht tragisch, dafür liegt dem ModBook ein umfangreicher Satz an Ersatz- und Alternativspitzen bei.

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Eine kleine Tastatur lässt sich bei Bedarf im Display einblenden und mit dem Stift bedienen. Die Mac OS X-Handschrifterkennung Ink funktioniert bei mir - im Gegensatz zu anderen Testkollegen - wirklich zuverlässig. Kürzere Texte und Notizen lassen sich so bequem eingeben, wenn man dieser antiquierten Form der Texterfassung noch mächtig ist. Über ein kleines Tool lässt sich der Bildschirminhalt in 90-Grad-Schritten drehen: sehr angenehm beim Lesen von eBooks im PDF-Format. Bei einem Gewicht von rund 2,4 kg (immerhin 200g schwerer als mein gutes altes G3 iBook Dual USB und u.a. bedingt auch durch den stabilen Metallrahmen des Displays) sollte man es beim längeren Lesen allerdings irgendwo auflegen. Das können auch die Beine sein, die Hitzeentwicklung des Geräts hielt sich bei mir auch nach mehrstündigem Einsatz in schenkelfreundlichen Grenzen.

Software: neben Mac OS X (10.5.6) und iLife`09 kommt das ModBook mit der Mal- und Zeichensoftware Sketchbook Express aus dem Hause Autodesk. Für Illustratoren ein Leckerchen, mit dem sich natürliche Malmittel hinreichend simlulieren lassen. Von einer schnellen Skizze über Mode- und Industriezeichnungen bis hin zu beeindruckenden Gemälde (siehe »Hermann mit Goldhelm«, gemalt in knapp 20 Minuten) ist damit alles machbar. Ärgerlich sind nur die kleinen Beschränkungen, wie z.B. die auf maximal drei Ebenen. Abgespeicherte Zeichnungen (TIFF, JPEG, PNG, BMP) können nur auf eine Ebene reduziert wieder geladen werden (TIFF kann eigentlich auch mehrere Ebenen). Die Vollversion für rund 100 US$ (s.o.) hätte in der Kalkulation mit drin sein sollen.
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Alternativ sollte man sich aber auch einmal ArtRage von Ambient Design für etwa 25 Euro oder als Profi gleich den Corel Painter X für rund 500 Euro anschauen.

Was stört: Bisweilen startet das ModBook, ohne den Stift zu erkennen. In diesem Fall hilft nur noch ein Neustart durch längeres Drücken des Einschaltknopfes. Hier macht sich erneut das Fehlen einer Tastatur bemerkbar. Wahrscheinlich wird eine kombinierte Hard-&Softwarelösung in nächsten Modell nachgerüstet, bei der das Display um Touchscreenfunktionen erweitert wird und eine Tastatur in per Hand bedienbarer Größe einblendet. Ein weiteres Manko ist die mangelnde Helligkeit des Displays. Obwohl gerade dieses Gerät prädestiniert sein sollte für den Einsatz unterwegs, ist im Freien nicht viel auf dem Bildschirm zu erkennen. Auch das eingebaute GPS ist in Zeiten gleicher Funktionen in Autos (Navi) und Handys nicht zwingend erforderlich.

Für wen eignet sich das MoodBook
? Diese Frage ist wirklich nicht leicht zu beantworten. Grundsätzlich jeder, den die über 2000 Euro nicht abschrecken und der spontan und häufig Zeichnungen, Skizzen und Illustrationen anfertigen muss (Illustratoren, Designer, ...), sollte sich das Gerät einmal anschauen. Auch ein Einsatz in Bildungseinrichtungen ist denkbar. Der Vorschag der Kollegen der Macwelt, das ModBook mit GPS in der Schifffahrt einzusetzen, gehört wohl in die Kategorie Satire - zumal auch diese Funktion offensichtlich noch Bugs aufweist. Selbst auf einer freien Wiese bei klarem Himmel wollte es mir nicht gelingen, einen Connect herzustellen. Wenn mir das im Trawler vor den Äußeren Hybriden passiert…

Am Besten freuen wir uns über diesen spannenden und ästhetischen (DER Hingucker bei Nachbarn und Kollegen) neuen Ansatz und beobachten die weitere Entwicklung bei Axiotron. Das in diesem Frühjahr erscheinende ModBook Pro (auf MacBook Pro Basis) soll bereits mit Touchscreen und Digitzer, einblendbarer Tastatur und hellerem 15“-Widescreen mit 1600 x 900 Pixel ausgestattet sein, was allerdings auch mit rund 4500 Euro zu Buche schlägt.

Mein Tipp für klamme Geldbeutel: für unterwegs tut’s auch ein „gewöhnliches“ MacBook (ab 949 Euro) mit einem Wacom Bamboo Grafiktablett (ab 65 Euro).

Modbook von Axiotron, in Deutschland bei mstore für 2.246 Euro;
Umrüstung eines vorhandenen MacBooks für 1.298 Euro; 1.193 Euro für Studenten und Schüler.

25.03.09 - 6:30 Uhr von Redaktion | Permalink | Rubrik Hardware  | 1 Kommentar(e), 866x besichtigt | IRC-Chat | E-Mail an die Redaktion |
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Der Macintosh ist katholisch: das Wesen der Offenbarung wird in einfachen Formeln und prachtvollen Ikonen abgehandelt. Jeder hat das Recht auf Erlösung.
(Umberto Eco)

I don't do .INI, .BAT, or .SYS files. I don't assign apps to files. I don't configure peripherals or networks before using them. I have a computer to do all that. I have a Macintosh, not a hobby.
(Fritz Anderson)


Mir doch Blunzn, was für ein Prozessor drin ist, solange ein Apple drumrum ist!
(Jacqueline Godany)


Ich bin ein Bewohner des digitalen kleinen gallischen Dorfs. Ein Mac-User. Ich habe ein Betriebssystem, das nach einem Raubtier benannt ist, nicht nach einem Rind.
(Peter Glaser)

To this technical-ninny it’s clear
In my compromised 100th year,
That to read and to write
Are again within sight
Of this Apple iPad pioneer
(Virginia Campbell, 100 Jahre)


Never ask a man what kind of computer he drives. If its a Mac, he'll tell you. If not, why embarrass him?
(Tom Clancy)

It is true that I have a great admiration for the elegances and brilliances that have emerged from my favourite address in the world: 1 Infinite Loop, Cupertino, California, the home of Apple Computers.
(Stephen Fry)

The Macintosh may only have 10 5 3 2,5 3 5 % of the market, but it is clearly the top 10 5 3 2,53 5 %!
(Douglas Adams)


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