header
home news rumors macs iphone ipod ipad
monatsarchiv Podcast [iTunes-Abo] Videocast [iTunes-Abo] Apple-Feeds the lost 1984 videos
Die Medien über uns Wir über uns Mit uns werben Redaktions-E-Mail


frischer mac-senf iPhone Reparatur zu I hope you don't mind...
kalli zu I hope you don't mind...
thomas b. zu So Long Mac Essentials
Jens Krahe zu So Long Mac Essentials
Hendrik Beskow zu So Long Mac Essentials


 

::: 04. April 2009

 Das MacBook Pro unter den Grafiktabletts  

Karl A. Bihlmeier (»Hermann der User«) über das brandneue Inuos4-Grafiktablett von Wacom:

Lange schon kursierten in einschlägigen Foren die Gerüchte um ein neue Generation von Wacom-Grafiktabletts, insbesondere als mit dem kleinen Bamboo offensichtlich eine neue Designlinie eingeführt wurde: schwarz mit lackglänzendem Tastenfeld und schickem Scrollwheel. Und tatsächlich, seit Ende März erscheint die Intuos-Reihe, die Mercedesklasse unter den Stifttabletts, in der vierten Generation: schwarz löst das bisherige Dunkelgrau ab und das nurmehr einseitige, seitliche, umfangreich definierbare Tastenfeld mit Multifunktions-TochRing glänzt wie ein japanisches Schleiflackdöschen.
image
Freundlicherweise durfte ich das Intuos4 M (A5 Widescreen) rund drei Monate vorab einem alltäglichen Härtetest unterziehen. War mein bisheriges Intuos3 A5 in gleicher Größe in den letzten Jahren mein bevorzugtes Arbeitsgerät, so legt die neue Version noch eins drauf.

imageEs beginnt damit, dass der Stift wieder deutlich kleiner und leichter geworden ist. Näher kommt man an einen Zeichenstift wohl erst mal nicht heran. Zudem ist die aktive Arbeitsfläche leicht angerauht, was nicht nur ein „echtes“ Papiergefühl ergibt, auch das Geräusch beim ziehen mit dem Stift hört sich für meine trainierten Grafikerohren deutlich nach Zeichenkarton oder Layoutpapier an. Wer nun befürchtet, wegen der Rauhheit die (austauschbaren) Stifte schneller abzunutzen - hat Recht. Nach über drei Monaten hartem Einsatz zeigt die erste Spitze bereits deutliche Abriebflächen. Aber auch hier hat Wacom großzügig vorgesorgt: Die neue Stiftablage lässt sich aufdrehen und enthält 10 (!) Ersatzspitzen - fünf Standardversionen und fünf Spezialspitzen (u.a. mehrere Faserstift-Spitzen, und eine spiralgefederte Variante).

Das Arbeiten mit Stift und Tablett gestaltet sich denkbar einfach: einfaches Bewegen des Stiftes auf dem Tablett bewegt den Mauszeiger/Cursor über den Screen. Wird dabei die Oberfäche berührt, entspricht das einem gleichzeitigen Mausklick. Laut Wacom wird die Stiftposition zuverlässig bis in einer Höhe von 10mm über dem Tablett abgefragt, bei meinem Gerät sind es problemlos auch mal 25mm. Der in den Stift integrierte Kippschalter wurde von mir mit den Funktionen „Doppelklick“ (spart pro Tag hunderte von Mausklicks) und „Undo“ (cmd+z, benötigt man beim Illustrieren, Montieren, retuschieren öfter als man denkt) belegt. Die Abtastgenauigkeit von über 5000 lpi (lines per inch) und über 2048 Druckstuften greifen Bewegung und Andruck präzise ab und übertragen die Daten auch bei schnellen Zeichenbewegungen zuverlässig an den Computer - inklusive Stiftneigung bis 60 Grad und Drehung! Der Unterschied zur Intuos3-Reihe ist deutlich spürbar - tatsächlich merkt man erst jetzt, dass das „alte“ Tablett wohl doch noch nicht ganz perfekt war. Ein halbwegs aktueller Computer sollte allerdings schon am anderen Ende für die Umsetzung der Daten in z.B. Photoshop zuständig sein (bei mir ein iMac Intel Core 2 Duo 2,16 GHz).

Werbung

Der Touch Ring ersetzt die bisherigen Touch Strips. Er dient dem Zoomen, Scrollen, Skalieren der Werkzeugspitze und Rotieren der Arbeitsfläche (Photoshop CS4) und kann von jedem geeigneten Programm genutzt werden. Speziell sind das praktisch alle Applikationen von Adobe, Autodesk und Corel, aber auch die Microsoft Office Programme. Das Scrollen funktioniert zudem in jedem Fenster des Betriebssystems, also im allen Dateifenstern, in Safari oder Firefox, etc. Alle vier Funktionen des Rings werden flott über einen zentralen Knopf umgeschaltet.

Die nunmehr acht Funktionstasten, von Wacom „Express Keys“ genannt, sind u.a. mit den immer wieder benötigten Tasten Shift, Strg/Cmd, und Alt belegt. Weitere Belegungen wie beliebige Tastenkombinationen oder das Hand-Werkzeug in Photoshop können ebenso bequem über das Konfigurationsmenü in den Systemeinstellungen vorgenommen werden.

Wer möchte, kann sich die Tasten- und Ring-Belegung auch während der Arbeit auf Tastendruck einblenden lassen. Ansonsten wird die Tastenbelegung ohnehin ständig über ein Display neben den Tasten eingeblendet.

Was machen Linkshänder? Sie ziehen das USB Kabel ab (ja, es ist nicht mehr fest montiert!) und stecken es am anderen Ende der Geräteseite ein. In den Wacom-Einstellungen wählen Sie unter „Projektion“ den Punkt „ExpressKeys rechts“ anstatt links, drehen das Tablett herum und arbeiten mit der Bedienleiste auf der rechten Seite weiter. Das Display im Bedienfeld dreht die Darstellung natürlich ebenfalls um 180 Grad.

imageEin weiteres raffiniertes Tool ist das neue, ebenfalls jederzeit einblendbare Radialmenü, quasi ein getunetes Contextmenü für alle Gelegenheiten. Hier können in mehreren Ebenen jeweils acht, per Stift-Tipp anwählbare Systemfunktionen, Programme, Werkzeuge, und Tastenkombinationen angelegt werden. Mit nur drei Hierarchie-Ebenen lassen sich so schon 512 Vorgaben festgehalten und mit zwei bis drei Klicks erreichten. Neben dem Stift lässt sich das Radialmenü übrigens auch problemlos mit der Maus bedienen.

Apropos Maus: Mangels Nachfrage wird dem Intuos4 leider nicht mehr standardmäßig eine Maus beigelegt. Erhältlich ist sie dennoch gegen Aufpreis und sehr zu empfehlen! Da sie weder Mechanik noch Optik aufweist (der Boden ist eine weich laufende, glatte Fläche und die Position wird wie beim Stift induktiv abgefragt), kann sie weder verschleißen noch verschmutzen. Wie es sich gehört, weist die neue Maus fünf Tasten auf (davon ein klickbares Rollrad), die natürlich auch wieder weitgehend frei belegt werden können. Testen konnte ich das Teil mangels Verfügbarkeit bisher noch nicht, verlasse mich aber auf meine Erfahrungen mit Vorgängermodellen. Die alte Maus meines über 8 Jahre alten Wacom Graphire2 versieht heute noch mit zugehörigem Stift und Tablett klaglos ihren Dienst (nicht an meinem Rechner) und auch die Intuos3-Maus zeigt bis auf ein wenig Lackabrieb nach Jahren harten Einsatzes keine Schwächen.

Mein Fazit: ein tolles Teil! Rollrad und Funktionstasten mit scharfem Display im glänzenden Seitenstreifen sehen toll aus. Doch man sollte nicht täuschen lassen. Trotz stylischem Look ist das Gerät für den harten Arbeitseinsatz gemacht. Nach mehreren Wochen im tagtäglichen Einsatz mag ich das “natürliche” Arbeitsgefühl nicht mehr missen. Viel analoger kann digitales Arbeiten nicht mehr werden.

Wer braucht das Intuos4? Ein Grafiktablett braucht jeder, der mit Illustrationen, Retuschen und Montagen zu tun hat, ob professionell oder privat. Für den Hausgebrauch reicht oft schon ein Wacom Bamboo, etwa A6-Fläche und schon für unter 70 Euro zu haben. Wer die weiteren Funktionen benötigt, insbesondere die Abfrage von Neigung und Drehung (nur mit optionalem Intuos Art Marker) und die deutlich größere Arbeitsfläche, wird am Intuos4 M Widescreen nicht vorbeikommen - leider auch nicht am Preis (je nach Anbieter ab 325,- Euro inkl. Versand), aber Klasse war schon immer etwas teurer. 

04.04.09 - 11:45 Uhr von Redaktion | Permalink | Rubrik Reviews & Tests  | 6 Kommentar(e), 1106x besichtigt | IRC-Chat | E-Mail an die Redaktion |
RSS 2.0 Atom Podcast Add to Google
Werbung
Apple Store iPhone Store iPod Store iTunes Store Amazon Store

Werbung

Der Macintosh ist katholisch: das Wesen der Offenbarung wird in einfachen Formeln und prachtvollen Ikonen abgehandelt. Jeder hat das Recht auf Erlösung.
(Umberto Eco)

I don't do .INI, .BAT, or .SYS files. I don't assign apps to files. I don't configure peripherals or networks before using them. I have a computer to do all that. I have a Macintosh, not a hobby.
(Fritz Anderson)


Mir doch Blunzn, was für ein Prozessor drin ist, solange ein Apple drumrum ist!
(Jacqueline Godany)


Ich bin ein Bewohner des digitalen kleinen gallischen Dorfs. Ein Mac-User. Ich habe ein Betriebssystem, das nach einem Raubtier benannt ist, nicht nach einem Rind.
(Peter Glaser)

To this technical-ninny it’s clear
In my compromised 100th year,
That to read and to write
Are again within sight
Of this Apple iPad pioneer
(Virginia Campbell, 100 Jahre)


Never ask a man what kind of computer he drives. If its a Mac, he'll tell you. If not, why embarrass him?
(Tom Clancy)

It is true that I have a great admiration for the elegances and brilliances that have emerged from my favourite address in the world: 1 Infinite Loop, Cupertino, California, the home of Apple Computers.
(Stephen Fry)

The Macintosh may only have 10 5 3 2,5 3 5 % of the market, but it is clearly the top 10 5 3 2,53 5 %!
(Douglas Adams)


Mac Essentials - a place for news and conversation.