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Deutsches Bier war schuld: wie das 4G-iPhone verloren ging [Update] vom 20.04.10

[Update 7:45 Uhr:] Apple will den iPhone-Prototypen zurückhaben: ein formeller Brief von Bruce Sewell, Leiter der Apple-Rechtsabteilung, bestätigt die gesamte Geschichte zweifelsfrei. Gizmodo wird den Prototyp zurückgeben, und bittet um Gnade für den »Knaben, der es verlor«…

Die Umstände der Enttarnung des 4G-Phones [wir berichteten] klären sich: der Prototyp des kommenden iPhones wurde am 18. März im Gourmet Haus Staudt, einem deutschen Lokal nur 20 Meilen entfernt von Apples Headquarter, von einem 27jährigen Apple-Ingenieur namens Gray Powell verloren, meldet Associated Press: ein Tischnachbar fand den Prototyp und nahm ihn nach längerem Warten auf den ursprünglichen Besitzer an sich. Wie Gizmodo berichtet, war das iPhone am nächsten Morgen per MobileMe abgeschaltet worden.

Gizmodos Verlag Gawker Media bezahlte dem Finder 5000 Dollar, sagte Gawker-Gründer Nick Denton; die Redaktion kontaktierte den Apple-Ingenieur, der offenbar nicht besonders fröhlich, aber immerhin weiter Apple-Angestellter ist. Unklar bleibt, welche Rolle das von Gizmodos Konkurrenz-Site Engadget am Wochenende abgebildete iPhone spielt und ob es sich um dasselbe Gerät handelt.
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Hier sind die neuen Features des 4G-iPhones, wie sie von Gizmodo gemeldet werden:

  • Kamera auf der Vorderseite, u.a. für Video-Chats
  • verbesserte Kamera auf der Rückseite mit größerem Objektiv
  • Blitzlicht
  • Micro-SIM-Karte wie beim iPad
  • verbessertes Display mit höherer Auflösung - möglicherweise 960x640 Pixel, wie schon von John Gruber kolportiert
  • zweites Mikrophon neben der Kopfhörer-Buchse, vermutlich zur Geräuschunterdrückung (»Antischall«)
  • zwei Lautstärkeregler
  • alle Knöpfe (Power, Mute, Volume) sind aus Metall
  • flacher, nicht-gewölbter Rücken aus Glas, Keramik oder »glänzendem Plastik«
  • insgesamt eckigeres Design
  • Aluminiumrahmen rund um das Gehäuse
  • kleinere interne Bauteile, da der Akku 16 Prozent größer ist
Der Prototyp steckt zur Tarnung in einem Plastikgehäuse, in das die entsprechenden Öffnungen und Löcher gebohrt worden sind. Einige der Bauteile im Inneren sind mit »Apple« markiert. Gizmodo-Redakteur Jason Chen zeigt die sichtbaren Features des Gerätes, das bisher nicht wieder in Gang gesetzt werden konnte - lediglich die Verbindung zu iTunes funktioniert: 

Es ist kaum zweifelhaft, dass dies ein echter »Erlkönig« des nächsten iPhones ist. Wenn es Apple im Sommer auf den Markt bringt, werden die Wünsche vieler Interessenten erfüllt: Frontkamera, Blitz, höhere Auflösung, bessere Rückseitenkamera, längere Akkulaufzeit und zusätzliches Mikrophon zur Verbesserung der Telefonqualität. 


bisschen Senf dazu?
von am 20. Apr um 6:07 Uhr

Jetzt noch vertragsfrei verkaufen in Deutschland und ich werde schwach nach 3 standhaften Jahren. ^^
Hoffentlich ist es nicht nur ein technischer Prototyp was die Innereien angeht sondern auch das äußere Design. Denn gerade das gefällt mir im Gegensatz zu den bisherigen iPhones besonders gut.


von am 20. Apr um 6:36 Uhr

Das findet der Gray bestimmt total prima, dass jetzt alle Welt seinen Namen kennt.


von eastmac am 20. Apr um 7:41 Uhr

Ich sag es ja immer wieder....
Die amis sollen die finger vom deutschen bier lassen, bud-lite reicht.


von Michael am 20. Apr um 7:49 Uhr

Mit Sicherheit kein versehen! Man kann doch ein iPhone nur “liegen lassen”, wenn man es vorher offen auf dem Tisch liegen hatte. Und das macht einer bestimmt nicht mit einem geheimen Prototyp. Ideale vorgehensweise, um vorab die Stimmung zu testen.


von Lars am 20. Apr um 9:12 Uhr

Ein paar Tage vor den Q2-Zahlen den aktuellen Prototyp “vergessen” klingt sehr unglaubwürdig. Da müssen wohl Aktionärsgruppen mit Auszügen aus der aktuellen pipeline befriedigt werden ohne es zu offiziell zu machen…


von am 20. Apr um 9:13 Uhr

@ Michael: einmal davon abgesehen dass mir mein iPhone z.B. schon mehr als eimal aus der Jackentasche geglitten ist, war der Prototyp doch in einem speziell angefertigten Tarn-Gehäuse, dass so aussieht wie ein 3G-Case. Zudem war es ja auch bei den Vorgängermodellen so, dass Field-Tests gemacht wurden, um Alltagstauglichkeit, Empfangsstärke usw. im “echten” Leben zu testen.


von am 20. Apr um 9:43 Uhr

Wenn ich das richtig verstehe, war die Hülle drum herum sozusagen eine Fake-3GS-Verpackung. Das heißt, das iPhone in dem Video ist keinesfalls der Erlkönig, sondern das wirkliche iPhone.


von am 20. Apr um 10:42 Uhr

Wie kommen die eigentlich auf eine Auflösung von etwa 960*460? Das wäre ein Seitenverhältnis von knapp 2,09:1 statt wie bisher 1,5:1. Selbst HDTV ist “nur” 1:1,78.


von hans am 20. Apr um 11:10 Uhr

"the back is flush, no more roundiness” - well done, Jason! Da gibt es gleich 10 Punkte für gutes Englisch und eine Flasche Clearasil.


von katze007 am 20. Apr um 14:13 Uhr

thomas b.: Tippfehler, muss heissen 960x640 und ist damit eine Verdoppelung beider Seiten und damit eine Vervierfachung der Pixel, wodurch bestehende Apps einfach mit mehr Pixeln angezeigt werden können.


von kalli am 20. Apr um 14:35 Uhr

@thomas b.

Bei Gruber im originalen Artikel steht auch 960x640, also doppelte Pixel in beiden Richtungen, der 460 Zahlendreher hält sich aber hartnäckig…

z.B. bei google “960x640 iphone” = 51.300 Treffer und “960x460 iphone” 7.980 Treffer.


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